Fußgänger und Radfahrer haben ein hohes Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet oder verletzt zu werden. Der Europäische Mobilitätsatlas 2021 zeigt eine Reihe von Initiativen auf europäischer und nationaler Ebene, die darauf abzielen, sie zu schützen, aber strukturelle und dauerhafte Ergebnisse erfordern eine koordinierte Anstrengung aller beteiligten Akteure.
In diesem Beitrag möchten wir ein Thema aufgreifen, das uns schon immer am Herzen lag: die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern. Ein Schwerpunkt, der sich kürzlich in dem Vorschlag einer Brückenrandbarriere konkretisierte, die auch die Funktion eines Geländers für Fußgänger hat und Radfahrer und Fußgänger schützt, die auf der anderen Seite fahren oder laufen.
Wir waren daher sehr beeindruckt, als wir im Europäischen Mobilitätsatlas lasen, dass Fußgänger und Radfahrer 29% aller Verkehrstoten in der EU ausmachen.
Aber was ist der Europäische Mobilitätsatlas? Nachhaltiger Verkehr und nachhaltige Mobilität sind der Schlüssel zur Bewältigung der Klimakrise und zur Erreichung der Ziele des Europäischen Green Deals.
Der Europäische Mobilitätsatlas (2021) der Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Green European Foundation analysiert die wichtigsten Daten und Fakten zu Verkehr und Mobilität in Europa und leistet einen Beitrag zu den Bemühungen um eine nachhaltige und angemessene Mobilität in der EU.
Auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene wächst das Bewusstsein für die wichtige Rolle, die die Förderung der aktiven Mobilität, insbesondere des Gehens und Radfahrens, spielen kann. Traurigerweise gab es allein im Jahr 2018 in Europa 25.058 Verkehrstote, davon 5.180 Fußgänger und 2.160 Radfahrer.

Wunderrezepte gibt es nicht

Es gibt keine Wunderlösungen zur Verbesserung der Sicherheit. Sehr oft würde eine einfache Einhaltung der Vorschriften durch alle, angefangen bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen, es ermöglichen, sofort und ohne Kosten die Zahl der Verkehrsopfer erheblich zu senken.
Mehrere Regierungen haben begonnen, sich auf die strategische Planung zur Verbesserung der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu konzentrieren und prioritäre Aktionsbereiche festzulegen.
Verschiedene lokale Behörden haben mit der Umsetzung von Nachhaltigen Städtischen Mobilitätsplänen (PUMS) begonnen.
Es sind jedoch Verbesserungen nötig, um sicherzustellen, dass diese Pläne eng mit der Straßenverkehrssicherheit verknüpft sind.
Der EU-Rahmen für die Straßenverkehrssicherheit 2021-2030 enthält eine Liste der wichtigsten Leistungskennzahlen (KPI /Key-Performance-Indicators), die in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten entwickelt wurden.
Die KPIs zu Geschwindigkeit, Schutzvorrichtungen und Fahrzeugsicherheit beziehen sich auf die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Die Quantifizierung der Fortschritte bei den einzelnen KPIs wird es den politischen Entscheidungsträgern ermöglichen, gezieltere Maßnahmen zu entwickeln.
Infrastrukturen und Stadtplanung
Angemessene Infrastrukturen können dazu beitragen, die Geschwindigkeit zu verringern und motorisierte Fahrzeuge von Fußgängern und Radfahrern zu trennen, so dass die Zahl der Unfalltoten und -verletzten bei Letzteren verringert oder Unfälle sogar verhindert werden können.

Die neue Europäische Richtlinie über das Sicherheitsmanagement für die Straßenverkehrsinfrastruktur schreibt zum ersten Mal vor, dass gefährdete Verkehrsteilnehmer (einschließlich Radfahrer und Fußgänger) bei allen Verfahren des Sicherheitsmanagements im Straßenverkehr berücksichtigt werden müssen.
In städtischen Gebieten können beispielsweise Radfahrer bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h relativ sicher mit motorisierten Fahrzeugen zusammen unterwegs sein.
Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Tempo-30-Zonen sind daher unerlässlich, um die Autofahrer von Geschwindigkeitsüberschreitungen abzuhalten.
Außerdem müssen Maßnahmen ergriffen werden, um Radfahrer und Fußgänger voneinander zu trennen, indem jedem von ihnen, wenn möglich, ausreichend Platz eingeräumt wird, damit sie sich nicht gegenseitig in den Weg kommen (und in dieser Hinsicht eignen sich unsere Cortenstahl-Lösungen gut als sichere Trennelemente).
Die Stadtplanung muss auch zunehmend neue individuelle Verkehrsmittel wie Elektroroller berücksichtigen, um sowohl die Fahrer als auch die Fußgänger und Radfahrer, mit denen sie den Raum teilen, zu schützen.
Bereits aus diesen kurzen Überlegungen wird deutlich, dass nur mit einem umfassenden Ansatz, strategischer Planung und Zusammenarbeit zwischen allen Regierungsebenen und allen Akteuren im Bereich der Straßenverkehrssicherheit eine konkrete und stabile Verbesserung der Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern erreicht werden kann.
Wer mehr erfahren möchte, kann das pdf des Europäischen Mobilitätsatlas herunterladen: Das Werk untersucht die zahlreichen Aspekte der Mobilität: Luft- und Schienenverkehr, Automobilindustrie, Seeverkehr, Tourismus, Fahrradindustrie, öffentlicher und intermodaler Verkehr, Antriebstechnologien und mehr.

Das letzte Kapitel ist die Zukunft der europäischen Mobilität, die vernetzte, attraktive, ressourceneffiziente und klimafreundliche Verkehrsmittel umfassen und zu einer hohen Lebensqualität in den Städten (natürlich einschließlich eines angemessenen Sicherheitsniveaus) und einer guten Anbindung der ländlichen Gebiete beitragen muss.