Um den weitgehend beschädigten Holzzaun eines Treidelpfads in der Gemeinde Paullo (Mailand) zu ersetzen, wurde eine Lösung aus Cortenstahl Brunico H2C gewählt, der wegen seiner Haltbarkeit, Schönheit und nicht erforderlichen Wartung geschätzt wird. In diesem Zusammenhang haben wir den Architekten Andrea Marzioni, den Leiter des technischen Büros der Gemeindeverwaltung, gehört.
Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war bei der Binnenschifffahrt das Treideln besonders weit verbreitet. In den von starker Strömung geprägten Abschnitten wurden die Lastkähne über Treidelpfade geführt und geschleppt, d.h. über robuste Seile, die mit Zugtieren verbunden, die sich an den Flussufern befanden und von den Treidlern geführt wurden.
Schon zu Zeiten des antiken Roms war die Via Helciaria geschaffen worden, eine gepflasterte Straße, die entlang der Flüsse verlief und ein leichtes Treideln durch Mensch und Tier ermöglichte. Mit der Entwicklung und Motorisierung der Wasserfahrzeuge nahm natürlich auch allmählich die Nutzung des Treidelns ab, bis es ganz verschwand.
Heute werden Treidelstraßen, allgemein als Treidelpfade bekannt, häufig als Rad- oder Fußgängerwege genutzt, da sie aus offensichtlichen strukturellen Gründen für den Fahrzeugverkehr gesperrt sind.
Entlang 200 Metern des Treidelpfades, der am Muzza-Kanal im Gebiet von Mailand verläuft, wurde aus Sicherheits- und ästhetischen Gründen ein Cortenstahlzaun Modell Brunico H2C angelegt.
„Der Muzza-Kanal ist der wichtigste Bewässerungskanal, der das Gebiet von Paullo durchquert und die meisten Orte südlich von Mailand mit Wasser versorgt“, erklärt Architekt Andrea Marzioni, Leiter des Technischen Büros der Gemeinde Paullo. „Auf diesem Treidelpfad gab es einen Holzzaun aus den frühen 2000er Jahren, der zur Hälfte zerstört war. Deshalb wollten wir etwas tun, das dauerhaft und ästhetisch ansprechend wäre.“

Es war also der Haltbarkeitsfaktor, der Sie dazu veranlasst hat, auf Cortenstahl zu setzen?
Die Haltbarkeit, aber auch die nicht erforderliche Wartung und die Umweltverträglichkeit. Für diesen letzten Punkt musste ich die Region Lombardei als zuständiges Organ um eine Stellungnahme bitten, und man sagte mir, dass eine Errichtung dieses Zauns bereits in anderen Gebieten der Lombardei genehmigt worden sei, so dass uns die Genehmigung problemlos erteilt wurde. Dem Bürgermeister gefiel die Cortenstahl-Lösung sehr gut, so dass wir die Arbeiten fortsetzen konnten.
Es sieht so aus, als wären Sie mit dem Endergebnis zufrieden.
Natürlich, unter anderem erfolgte die Installation schnell und unter voller Einhaltung der angegebenen Fristen. Die Arbeiten wurden in absoluter Sicherheit durchgeführt, ohne besondere Hindernisse für den Fußgänger- und Fahrradverkehr zu schaffen.
Welche Rückmeldungen erhielten Sie von den Bürgern?

Ich erhielt verschiedene Rückmeldungen. Ich kann sagen, dass etwa 80% der Personen auch deshalb zufrieden waren, weil wir eine Situation geregelt hatten, die sowohl in ästhetischer Hinsicht als auch in Bezug auf die Sicherheit relativ beklagenswert war.
Bei den verbleibenden etwa 20% mussten wir erklären, dass der Zaun nicht dunkelgrau bleiben würde, sondern in den folgenden Monaten einen Oxidationsprozess durchlaufen würde, und eine dem Holz sehr ähnliche Farbe annehmen würde.
Bei einigen Personen stellten wir klar, dass es sich bei dieser oxidierenden Patina nicht um Rost handelt, sondern um ein spezielles Verfahren, das das Material schützt.
Andere Aspekte, die Ihnen außer dem Produkt gefallen haben?
Neben dem Produkt schätzte ich auch die Schnelligkeit: Vom Zeitpunkt der Bestellung bis zur Installation ging es schneller als ich es mir hätte vorstellen können. Die Hauptsorge war außerdem, die Begehbarkeit und das Radfahren auf dem Treidelpfad nicht zu unterbrechen, denn es handelt sich um eine bei den Bürgern von Paullo sehr beliebte Strecke, da sie Paullo mit Cassano d’Adda verbindet.
Die Arbeiter passten auf, wenn der Verkehr zwangsweise unterbrochen werden musste, und machten ihre Aufgabe als Verkehrsregler sehr gut.